Externe Festplatten als Datencontainer
Festplatten eignen sich nicht nur als internes Speichermedium für PCs und Laptops. Durch die stetig zunehmenden möglichen Speicherkapazitäten (derzeit liegt die Obergrenze im Terabyte-Bereich) bei gleichzeitig sinkenden Preisen werden Festplatten auch immer öfter als externes Speichermedium, etwa für Multimediadateien wie Musik oder Filme, oder auch zur Datensicherung, eingesetzt. Um eine herkömmliche Festplatte mit IDE, SCSI oder SATA-Schnittstelle an einen Computer anschließen zu können, bedarf es eines Interfaces.
Welche Festplatten sind für den externen Einsatz geeignet?
Im Grunde genommen kann man jede 2,5''- oder 3,5''-Festplatte zu einer externen Festplatte erweitern, wenn sie in ein externes Festplattengehäuse eingebaut wird. Das externe Festplattengehäuse nimmt neben der Platte auch das Interface sowie die Bauelemente für die Stromversorgung und, falls erforderlich, die Kühlung auf. Außerdem wird die empfindliche Platte vor Umwelteinflüssen und mechanischen Beschädigungen geschützt. Externe Festplattengehäuse gibt es für Festplatten mit IDE, SCSI und SATA-Schnittstelle, der Anschluss am PC erfolgt meistens über den USB-2.0 Port, teilweise auch über FireWire oder RJ45. Einige externe Festplattengehäuse beziehen den zum Betrieb der Platte erforderlichen Strom über das Datenkabel direkt aus dem PC, bei anderen Modellen wird ein separates Netzteil benötigt.
Externe Festplatte selbst gebaut
Der Handel bietet bereits ein breites Sortiment an externen Festplatten an, deren Speicherkapazität reicht von ca. 200 GB bis zu mehr als 2 TB. Wer jedoch eine Festplatte mit wenigstens 100 GB Kapazität übrig hat, kann diese durch den Einbau in ein externes Festplattengehäuse in einen mobilen Datencontainer umfunktionieren, um dann z. B. Bild-, Audio- oder Videodateien darauf abspeichern zu können. Beim Selbsteinbau sollte man folgende Punkte beachten: den Formfaktor, d. h., handelt es sich um eine 2,5''- oder 3,5''-Platte sowie deren Schnittstelle. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch die Drehzahl. Während Platten mit 5.400 U/min sich nicht allzu stark erwärmen und somit eine Überhitzung kaum zu befürchten ist, sollte man bei Platten mit 7.200 U/min bereits auf eine ausreichende Kühlung achten. Festplatten mit 10.000 U/min lassen sich nur in externen Festplattengehäusen betreiben, die mit einer Kühlung durch eingebaute Lüfter ausgestattet sind. Die Montage an sich ist meistens in kurzer Zeit erledigt. Lötarbeiten fallen nicht an, da alle elektrischen Verbindungen gesteckt werden. Als Werkzeug wird lediglich ein Schraubendreher benötigt.
